Die Antragstellung für die Dürrehilfe läuft an!

Von der Bundesregierung wird die Dürre im Jahr 2018 als ein Witterungsereigenis von nationalem Ausmaß eingestuft. Anfang Oktober wurden hierzu von Bund und Ländern Eckpunkte für die Dürrehilfe festgelegt. Für das Land Bremen besteht die Möglichkeit der Antragsstellung über die Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Bremervörde. Dabei ist ein Antragsformular online abrufbar. Es wird ein Zuschuss in Höhe von 50% des nachgewiesenen Schadens als Dürrehilfe gewährt.


Unter folgenden Vorrausetzungen und Nachweisen ist eine Antragstellung möglich:

  • Antragsstellung vom 01.11. – 30.11.2018
  • Rückgang der durchschnittlichen Jahreserzeugung aus der Bodenproduktion mindestens 30%
  • Nachweis über 3 Buchabschlüsse (WJ 2014/15 – 2016/2017)
  • Nachweis über 3 Steuerbescheide (2014-2016)

Wer eine Dürrehilfe in Anspruch nehmen möchte, muss neben der Betroffenheit auch seine eigene Bedürftigkeit anhand verschiedener Kriterien nachweisen. Hintergrund ist, dass die Hilfsgelder nicht mit der „Gießkanne“ verteilt werden sollen. Die sog. Billigkeitsleistung des Staates soll vielmehr dort eingesetzt werden, wo es gilt, eine Existenzgefährdung abzuwenden. Der Naturalertrag auf Acker- und Grünland (mit den Flächen gewichtet) muss in diesem Jahr im Betriebsdurchschnitt um mehr als 30% geringer sein, als im Durchschnitt der drei letzten Wirtschaftsjahre (2014/15 – 2016/2017). Sofern keine einzelbetrieblichen Daten vorliegen, besteht die Möglichkeit, auf regionale Durchschnittswerte (LK-Ebene) und Durchschnittspreise zurückzugreifen.

Eine Existenzgefährdung wird angenommen, wenn der festgestellte Dürreschaden größer ist als der durchschnittliche Cashflow III der letzten drei Jahre. Cashflow III ist im Wesentlichen der Gewinn minus Entnahmen minus Tilgung plus Abschreibung plus Einlagen. Außerdem darf das (positive) Einkommen (sog. Prosperitätsgrenze) bestimmte Obergrenzen nicht überschreiten (120.000 € bei Eheleuten / 90.000 € bei Ledigen). Bei Einzelunternehmen führt die Überschreitung der Prosperitätsgrenze zu einer 100%igen Kürzung. Darüber hinaus darf die Summe der Einkünfte aus gewerblichen Bereichen nicht mehr als 35% des Gesamteinkommens betragen. Anderenfalls ist das Unternehmen nicht hilfeberechtigt. Zu beachten ist auch, dass kurzfristig verfügbares Privatvermögen bei der Berechnung der Hilfsgelder zu berücksichtigen ist. Hierbei gibt es keine feste Grenze, sondern eine bestimmte Kalkulationsmethode. Tendenz: Je höher dieses Privatvermögen, desto geringer der Anspruch auf Dürrehilfe.

Die oben angegebenen Informationen sind Auszüge und Hinweise. Weitere Informationen stehen auf der Homepage der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, unter folgendem Link für Sie zur Verfügung.

https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/360/article/33153.html