Cross Compliance Verpflichtungen

Gemäß der Verordnung (EU) Nr.1306/20131 ist die Gewährung von Agrarzahlungen auch an die Einhaltung von Vorschriften in den Bereichen Umweltschutz, Klimawandel, guter landwirtschaftlicher Zustand der Flächen, Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze so-wie Tierschutz geknüpft. Diese Verknüpfung wird als „Cross Compliance“ bezeichnet. Die Cross Compliance-Regelungen umfassen:

  • Sieben Standards für die Erhaltung von Flächen in gutem landwirtschaftlichem und ökologischem Zustand (GLÖZ) und
  • 13 Regelungen zu den Grundanforderungen an die Betriebsführung (GAB); diese Fach-rechts-Regelungen bestehen auch unabhängig von Cross Compliance.

Die Cross Compliance-Regelungen gehen von einem gesamtbetrieblichen Ansatz aus. Dies bedeutet, dass ein Betrieb, der Cross Compliance-relevante Zahlungen erhält, in allen Produktionsbereichen (z. B. Ackerbau, Viehhaltung, Gewächshäuser, Sonderkulturen) und allen seinen Betriebsstätten die Cross Compliance-Verpflichtungen einhalten muss. Dabei ist es unerheblich, in welchem Umfang Flächen oder Betriebszweige bei der Berechnung der Zahlungen berücksichtigt wurden.
Die im Rahmen von Cross Compliance zu beachtenden Verpflichtungen beziehen sich auf Maßnahmen, die im Rahmen der landwirtschaftlichen Tätigkeit oder auf den Flächen des Be-triebes (ohne nicht beantragte forstwirtschaftliche Flächen) ausgeführt werden.
Verstöße gegen diese Verpflichtungen führen zu einer Kürzung folgender Zahlungen (Cross Compliance relevante Zahlungen):

Direktzahlungen: – Basisprämie

  • Greeningprämie
  • Umverteilungsprämie
  • Junglandwirteprämie
  • Rückerstattung Haushaltsdisziplin.

Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raumes:

  • Ausgleichszahlungen für aus naturbedingten oder anderen Gründen benachteiligte Gebiete
  • Ökologischer/biologischer Landbau
  • Zahlungen im Rahmen von Natura 2000 und im Zusammenhang mit der Richtlinie 2000/60/EG (Wasserrahmenrichtlinie)
  • Zahlungen für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen
  • Zahlungen für Tierschutzmaßnahmen
  • Aufforstung und Anlage von Wäldern
  • Einrichtung von Agrarforstsystemen sowie
  • Zahlungen für Waldumwelt- und klimadienstleistungen und Er-haltung der Wälder.